Siegfried Kracauer als Denker des Pluralismus

Georg Steinmeyer

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Der Journalist, Soziologe und Filmkritiker Siegfried Kracauer (1889–1966) stand lange etwas im Schatten anderer deutscher Intellektueller wie Adorno oder Benjamin. Oft jedoch taucht sein Name im Zusammenhang mit Denkschulen wie dem Frankfurter Institut für Sozialforschung auf, wo er zeitweise mitarbeitete.

In der vorliegenden Studie wird die Eigenständigkeit des Denkers Siegfried Kracauer deutlicher als bisher gewürdigt. Der Zugang über Hannah Arendt, einer weiteren unabhängigen Denkerin des 20. Jahrhunderts, eröffnet dabei ganz neue Perspektiven auf sein Werk. So wird deutlich, wie zentral Pluralismus und die Absage an geschlossene Weltbilder für sein Denken waren. Kracauer sah in der Anerkennung der Unterschiedlichkeit der Perspektiven kein Problem, sondern eine Bereicherung und eine Voraussetzung für eine menschengemäße Gesellschaft. Damit offenbart die Arbeit nicht zuletzt die Aktualität Kracauers, der sich mit Tendenzen der totalen Ökonomisierung aller Lebensbereiche einerseits und eindimensionalen Gegenreaktionen in Form politischer Totalitarismen und religiöser Fundamentalismen andererseits konfrontiert sah.

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